
Wenn ich Ausstellungen besuche, habe ich oft das Bedürfnis, Werke, die mir gefallen, festzuhalten. Früher sind die dann in meiner Galerie dem Lauf der Zeit und der Bilderflut zum Opfer gefallen und in Vergessenheit geraten. Jetzt werden sie sauber und strukturiert (optional, aber empfehlenswert) im Archiv abgelegt und dabei nach Ausstellung unter Angabe von Künstlerin und Titel (mit Foto der Karte) archiviert.
Nachdem ein Freund die Fip-App gesehen hatte, wollte er sowas auch für ByteFM haben… Hier fehlt bisher allerdings die Android Auto Unterstützung.
Diese App ergänzt mein analoges Laborbuch und ist, durch die Archiv-Komponente erweitert, mein Langzeitarchiv für meine Labortätigkeiten.
Es ging ursprünglich darum, einen Überblick darüber zu behalten, wann welche Abzüge wie hergestellt wurden, damit sie in der Zukunft bei Bedarf reproduziert werden können.
Einmal mit der Arbeit begonnen, war es aber auch naheliegend und billig, die Filmentwicklung und andere nützliche Features mit aufzunehmen und miteinander zu verknüpfen.
So beherrscht die App jetzt Folgendes:
Im Laborbetrieb sehr praktisch!
Bei uns am Kühlschrank hängt ein Papierkalender, wo drauf steht, was an welchem Tag passiert. Aber welcher Tag ist heute? Um diese Frage zu beantworten, wollte ich eine Anzeige am Kühlschrank anbringen, die aber kein Kabel haben sollte. Als ich dann schaute, wie alte E-Reader dafür verwendet werden könnten, bin ich auf das OpenEPaperLink Projekt und damit die Möglichkeit, E-Ink Preisschilder aus Supermärkten zu verwenden, gestoßen. Wenn die Displays einmal täglich aktualisiert werden, sollen die Batterien bis zu 10 Jahre halten. Ich habe also ein paar (zweifarbige) Displays besorgt und mit der alternativen Firmware geflashed.
Ursprünglich habe ich Schriften in Bitmap-Fonts umgerechnet und auf dem internen Speicher des ESP32-C6 abgelegt aber die 16 MB waren schnell voll, und das Hantieren mit den Fonts recht sperrig. Da das Display aber auch Bilder anzeigen kann, kann der OEPL-Manager jetzt bequem dazu verwendet werden, um Schriften zu verwalten, Vorlagen zu erstellen und per Zeitplan Bilder zu generieren.
Hier trage ich meine Finanzen ein: Einkommen, Fixkosten, Ausgaben usw. Solche Apps gibt es schon zuhauf, aber weil ich so misstrauisch bin, wollte ich eine haben, die sicher offline läuft.
Dazu gibt es einen Desktop-Client (kein Server) und die Möglichkeit, zwischen Mobil- und Desktop-Clients (z.B. sein/em/er PartnerIn) im selben Wlan die Daten abzugleichen.
Ich höre furchtbar gerne den französischen staatlichen Radiosender Fip (France Inter Paris), früher über FM, wenn ich in Paris war, dann über den Stream. Anfangs gab es eine tolle Fip-App mit Widgets und allem. Ein Touch und schon lief Fip. Doch dann wurde die Fip App gestrichen und stattdessen in die RadioFrance App integriert, was ein massiver Rückschritt war: Ein ewiger Splash-Screen, umständliche Navigation, um zu Fip zu gelangen, und um sich einen Track zu merken, braucht es jetzt einen Account mit Login… Dazu keine Widgets mehr.
Nicht mit mir! Hier also wieder die klassische Version der Fip App mit direktem Zugang, Zuletzt gelaufene Songs Liste, Favoriten ohne Login, One-Click-Widgets und sogar Android Auto Unterstützung. 1
(Dafür müssen in den Android Auto Entwicklereinstellungen “unbekannte Quellen” zugelassen werden:
In den Einstellungen 10x auf Version tippen, um die Entwicklereinstellungen freizuschalten.) ↑
Ganz ähnlich wie die Ausstellungs-App, nur dass es sich hierbei um willkürliche Dinge aus dem Leben und dem Alltag handelt, die ich fotografieren und irgendwann wiederfinden will. Ans Archiv angebunden, für immer sicher!
Bei Kuotes handelt es sich um ein Projekt, das aus meinen Lese- und Recherchegewohnheiten entstanden ist.
Ich lese sehr viel auf dem E-Reader und nutze dabei KOReader als Reader-App. Ursprünglich hat mich die Möglichkeit, in KOReader über OPDS Bücher aus meiner eigenen Bibliothek direkt auf das Gerät zu laden, angezogen, aber geblieben bin ich für die vielseitigen Features (mein gejailbreakter Kindle Paperwhite hatte/hat z.B. nativ keinen Darkmode), Tweaks und Plugins.
KOReader erlaubt es, Textstellen zu markieren und mit Notizen zu versehen. Allerdings war es immer problematisch, diese Annotationen sinnvoll aus KOReader zu exportieren. Ich habe vor Ewigkeiten mit einem Hack in Joplin experimentiert, was allerdings so mühsam war, dass ich es wieder aufgegeben habe. Verlässlich war dann nur der Export in eine Textdatei, die dann per Kabel übertragen werden konnte. (Wie in der Steinzeit…) Kuotes begann also als Projekt, um die Highlights und Anmerkungen über Wlan zu exportieren und am Computer sinnvoll darzustellen. Als das gelungen war, kam die Idee auf, hier nicht nur Zitate aus den Büchern, die ich gelesen habe, zu sammeln, sondern auch weitere Quellen zu integrieren und verknüpfbar zu machen.
Neben Zitaten aus Büchern via KOReader können Bücher auch aus Calibre-Web geladen, gelesen und markiert werden. Highlights aus KOReader können auch direkt mit Büchern aus Calibre-Web verknüpft werden. Zudem können die Zitate direkt in den verknüpften Büchern geöffnet werden.
Um die Artikel hinzuzufügen, kann ein Bookmarklet verwendet werden, das die meisten Seiten ganz gut erfasst. Alle Artikel werden automatisch über einen integrierten OPDS Server als Epub angeboten, so dass sie bequem auf E-Reader per KOReader geladen, gelesen und annotiert werden können. Mehrere Artikel lassen sich zu themenbezogenen Readern zusammenfassen, die ebenfalls wiederum als Epub angeboten werden. (Damit nicht immer alle Artikel einzeln geladen werden müssen.) Alle importierten Objekte lassen sich auf Zetteln ordnen, verknüpfen und mit Notizen versehen. Darüber können Sammlungen angelegt werden, die verschiedene Themen zusammenbringen (bspw. alles, was sich unter Computer und Gesellschaft zusammenfassen lässt). Über ein Plugin für KOReader können zudem Wörterbücher direkt über Wlan geladen werden (die in Kuotes hinterlegten Wörterbücher sind dort auch als Nachschlagewerke und Übersetzungshilfen im eingebauten Reader verfügbar), und durch den integrierten KOReader-sync-server werden Lesestände über verschiedene Geräte automatisch abgeglichen.
Diese und weitere kleine Funktionen nutze ich mittlerweile unter anderem für die Recherche zu meinen Vorträgen oder um bestimmte Themen inhaltlich über einen längeren Zeitraum zu verfolgen.
PS: Es gibt natürlich eine ausgereifte Suchfunktion über alle Bereiche.
Der zweite Bereich in Kuotes ist mit dem Zettelkasten eine Umsetzung einer Idee Niklas Luhmanns. Die Idee besteht darin, Gedanken strukturiert und geordnet in kleinen Stücken, jedoch in Strängen zusammenhängend abzulegen, um bei Bedarf vollständige Gedankengänge hervorzubringen.
Dabei lassen sich die erfassten Zettel auf unterschiedliche Art und Weise darstellen und anordnen. Zettel können folgen oder Abzweigungen nehmen. Korrekt umgesetzt, lassen sich Zettelfolgen wie Fließtexte lesen.
Das Ganze befindet sich für mich noch in einem recht experimentellen Stadium und ich bin neugierig, wie es sich im Verlauf von ein paar Jahren entwickelt und was es hervorbringen wird.
Kuotes unterstützt das Anlegen mehrerer BenutzerInnen, die dann zum einen auf die gemeinsame Bibliothek zugreifen können und zum anderen Zitate und andere Elemente untereinander teilen und diskutieren können. Mein Gedanke galt dabei Lesegruppen, die so eine Möglichkeit haben, sich auch über die Ferne und asynchron konkret am Text zu verständigen.
Kuotes lässt sich relativ einfach per docker oder podman starten und betreiben (auch auf dem eigenen Laptop). Mehr dazu in der Readme im Repo. Am besten einfach mal ausprobieren!
Für Mobiltelefone existieren ein article picker als App (Android) und eine PWA (auch iOS) zur schnellen Erfassung von Gedanken für den Hauptkasten.
Ich spiele ab und an ganz gerne mal ein wenig Gitarre und singe etwas dazu. Aber auch hier vergesse ich immer wieder, welche Version ich mochte und wo die nochmal zu finden war.
Also habe ich diese Liederbuch-App erstellt, die aus einer Webkomponente zum Einsammeln und Anlegen der Songs besteht und aus der App auf dem Telefon, die mir die Sammlung präsentiert und mir die Sheets (mit autoscroll) anzeigen lässt.
So sehr ich Stift und Papier mag, so ist es doch müßig, das kleine 1x1 immer aufschreiben zu müssen, um es durch Wiederholung zu lernen. Daher hier die werbe- und upsellfreie Möglichkeit, einfach Aufgaben durch stumpfe Routine zu lernen.
Der Trainer ist von der Grundschule bis zur sechsten Klasse mitgewachsen, so dass neben den Grundrechenarten auch Brüche geübt werden können.
(Mit Zähler, damit fiese Eltern auch sicherstellen können, dass die Kinder wirklich geübt haben.)
Wahrscheinlich ist es bis hierher schon erkennbar geworden, dass ich mir Dinge, die ich nicht aufschreibe, nicht so gut merken kann. Also kommt alles auf Listen!
Hier:
Und weil es nervt, die am Telefon zu pflegen, gibt es eine Webkomponente, so dass ich die Listen am großen Bildschirm eintragen kann.
Alle Listen beherrschen auch Unterpunkte und dazu sind sie multiuserfähig, so dass Listen geteilt werden können.
Und als wäre das nicht genug, können auch Rezepte und Vorlagen gespeichert (und geteilt) werden, sodass ein Klick auf ein Rezept die nötigen Zutaten auf die Einkaufsliste setzt.
Die Todo-Listen können Benachrichtigungen und Kalendereinträge setzen.
Ich gehe oft spazieren und dann denke ich: Dieses Gebäude oder diesen Ort sollte ich mal mit meiner 4x5 Inch Kamera fotografieren. Vielleicht schreibe ich es sogar in ein Notizheft, aber dann vergesse ich es oder finde das Heft nicht wieder…
Doch jetzt nicht mehr! Mit Motive mache ich eine schnelle Aufnahme vom Ort und speichere die Positionsdaten und Blickrichtung. Alle Orte werden gemeinsam auf einer Karte angezeigt, so dass ich leichter Routen zwischen den Motiven erstellen kann.
Das Ganze kann im Archiv angebunden werden, wo dann zusätzlich auch noch der Sonnenstand mit eingeblendet wird.
Wenn ich das Motiv dann tatsächlich fotografiere, kann ich noch Film, Objektiv, Blende und Belichtungszeit pro Aufnahme eintragen.
Zur körperlichen Ertüchtigung gehe ich mehrmals die Woche auf einem Ruderergometer trainieren. Weil ich auf der einen Seite meine Fitnessdaten nicht hergeben will, auf der anderen Seite aber auch meine Freude an bunten Graphen und Balken habe, tippe ich nach dem Training schnell Dauer, Distanz, Anzahl der Züge und kcal hier ein und dann habe ich, was ich brauche.
Im Archiv angebunden, kann ich die schönen Kurven auch am Computer anschauen, und das noch in 100 Jahren.
Funktioniert theoretisch mit allen Rudergeräten, die die oben genannten Daten anzeigen.
Ich wollte, dass mein Sohn die Möglichkeit hat, seinen Stunden- und Vertretungsplan selber aktuell anzuschauen, sich aber dafür nirgends einloggen muss. Als ich ihm aus einem alten Smartphone einen Audio-Player gebaut habe, schien es mir naheliegend, auch hier den Stundenplan verfügbar zu machen. Ein Scraper holt mit einem Cronjob regelmäßig die Daten hinter dem Login hervor und legt sie in einer (.json) Datei ab, wo sie dann von html ausgeliefert werden. Die Android-App auf dem Audio-Telefon ist ein Browser, der ausschließlich diese Seite (hinter Basic Auth) anzeigen kann. (Da kein Webbrowser verfügbar ist.)
Viele dieser Apps sind im Zug entstanden, und diese besonders. Während einer Zugreise durch Europa hatte ich den Spaß, zig PDFs (für jeden Reisenden eine pro Bahngesellschaft und Strecke) zu verwalten, die mir alle vor Monaten per Mail geschickt wurden (habe aus Gründen des Seelenfriedens keine Mails auf dem Telefon). Mir die App jeder europäischen Bahngesellschaft zu installieren (sofern nicht “Diese App kann in Ihrem Land nicht installiert werden” kommt) und mich darauf zu verlassen, dass das dann klappt (hallo DB Navigator in der Schweiz ohne Roaming Wir empfehlen Ihnen einen Screenshot des Tickets zu machen…), habe ich auch keinen Bock.
Das Prinzip dieser App ist das Folgende: Ich buche Züge und bekomme die PDFs per Mail zugeschickt. Direkt danach lade ich sie mit dem Desktop Client verschlüsselt auf den Server hoch und lege dabei fest, welcher Client (Telefone müssen vorher registriert werden) welches Ticket erhalten soll. Dann vergesse ich die Sache, und wenn der Tag mit der Zugfahrt (oder $VERANSTALTUNG) kommt, habe ich alle nötigen Tickets einfach so parat.
Ich trinke ganz gerne Wein und auch hier ist es mir schon oft passiert, dass ich mich nach gewisser Zeit nicht mehr erinnern konnte, welcher Wein das genau war, den ich mochte und wo ich ihn herbekommen habe.
Diese App löst das Problem: Namen des Weins eintragen, Fotos von den Etiketten machen und eintragen, in welchem Laden ich den Wein gekauft habe.
Als Bonus (weil mich das auch interessiert): Wenn die Rebsorte eingetragen wird, gibt es automatisch einen Link zu Wikipedia, und wenn Region und ggf. Adresse des Weinguts eingetragen werden, werden diese auf einer Karte angezeigt (nur Frankreich und Deutschland).
Ausdrücklich kein Weintagebuch.
Irgendwann habe ich festgestellt, dass Wetterapps die einzigen sind, denen ich noch regelmäßig meine Daten aushändigen muss, und das, obwohl die Daten an sich eigentlich alle frei von staatlichen Institutionen im Netz angeboten werden. Also hieß die Devise Cut out the middleman, und so gibt es jetzt für Zentraleuropa meine eigene Darstellung der Daten, inkl. Regenradar.
Wer erstmal nur gucken will, kann das ganz unverbindlich unter https://wetter.calli0pa.de tun.
Wer mehr Details braucht, der schaue ins Git-Repo.